Transcriptions | Joachim Meyer, Rostock | Rapier

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112r

Fechten Im Rapier

Wiltu fechten zu einer hand
Die zwelf heiw mach dür bekand
die heiw vnd stich recht mutier verfyer
die stich mit heiwen Recht verfiere mutyer
[»verfyer« und »mutyer« sind nachträglich neben den ursprünglich letzten, gestrichenen Wörtern der Zeilen geschrieben worden.
“verfyer” and “mutyer” have been writen later next to the original last words of the lines that have been crossed out.]

12 . h .

Zornhauw

entwecker

enthristhauw

Zwinger

geferhauw

wincker

oberhauw

vnderhauw

Sturtzhauw

mitelhauw

wechselhauw

Fushauw

Zornhauw

Was Auf dich würd gericht
Zornhauw ort das brücht

[Marginalie, marginal note:] handhaw

1 a
Das ist wan du im zornhaw stest vnd einer hauwt dür oder sticht So thritt aus seinem hauw byseitz, vnd hauw im mit dem ort zur hand

Wer dür oberhauwet
Zornhauw im drawet

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112v

2 b
Daß ist dem forigenn fast glich dan so [Unleserliche Streichung. Illegible deletion.] Einer ein oberhauwt So haw mit eim zornhauw zu seiner sterck in die wehr mit eim abthrit indes stich uber die hand zu süm gsicht wert er das so hauw im zum fus das gechet von Beidenn seüttenn
[Marginalie: Marginal note:] überheng

 Ein ander stuck
3 c.
Hauwt dür einer ein oberhauw So hauw mit eim zornhauw in sins messers sterk vnd thrüt mit dim R. F zu seiner Rechten seiten indes wind mitt deim heft an siner klingen vnden durch oben über sein rechten Arm Zeich im den Arm mit dem knopf zu deim leib fal im mit der lincken hand auch an den arm oberhalb dem gelenck Stos mit der lincken hand fon dir v~d halt mit deim heft sein hand starck an deim leüb so mus er falen oder brechen •:
[Marginalie: Marginal note:] uberwinden
brechen

4 d.
ITem gan im lincken zornhauw hauwt err einn thachauw So haw gegen im von diner L. seiten starck in sein sterck indes heng im den ort zu siner lincken assel achsel [Oberhalb der Zeile eingefügt. Inserted above the line.] über die hand hauw im alsbald zũ Rechten beinn •: oder
[Marginalie: Marginal note:] hengẽ
ebich heist mit letzer hand

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113r

5 e
Las ein Stich Laufen durch ein vnderhauw zur Rechten hüft Oder versetz mit eim geschrenckdem zornhauw von oben nider indes stich im zum gesicht werd ers So h hauw ein mittelhauw zum buch durch als dan thrit vnd hauw langk zu seiner rechten, mit eim abthritt :
[Marginalie: Marginal note:] hüfftstich

6 f
ITem hauwt dür einer ein oberhauw So haw mit dem zornhauw durch gegen Seinem streich von deiner rechten achsel den andern zum fus •:
[Marginalie: Marginal note:] fuge h.

entwecker
7 g
[Marginalie: Marginal note:] wecker
Der wecker ist allso wan du ein hauw zu man hauwst ein oberhauw oder vnderhauw So hauw in starck auff seine klingen vnd heb die klingen nit von seiner wehr wüder auff sonder bleib hart auf seiner wehr vnd stich also im streich mitt gesencktem ort zur blös •: Dorumb sprücht der vers weck auff behend, Denn ort zum gesicht wend
Item weck mit schnidten Zuck behend mit thritẽ
It~ weck alle threfen, wildtu die mester effen

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113v

8 h.
Wan dür einer also den ort zum gesicht scheubt wie vor gemelt So schneid mit dener [sic] langen schniden von vndenn übersich vnd thrit mit dem Rechten lincken [Wort über der Zeile nachgetragen. Word inserted above the line.] Fus zu seiner lincken vnd mit deim rechten Fus hinder deinen lincken beseitz auss
Indes wend dein wend dein hand umb das die lang schneid unden die halb obenn vnd dein elenbogen übersich kumb stë stich also verkert vnder deiner hand zu seinem buch •:
[Marginalie: Marginal note:] verkerder stich

auf den weck. von vnden
9 I
So dir einer ein vnder hauw von der rechten an dein kling thut vnd verwend indes den Stich vnden ein zu deim gemecht So schneid im den Stich mit eim Fushauw beseitz von deiner lincken auf dein rechte indes thritt behend zu seiner Rechtẽ beseitz aus wend im Also den Stich zu seinem gemecht So thustu im was er dür hat wellen thun magst im auch wol zu seinem rechten knodẽ hauwen
[Marginalie: Marginal note:] den stich ausẽ [?] dem fus hauw brechen

Eenthrüsthauw
Der enthrüsthauw würd fürnemlich gebrauch züm inn lauffen armbrechen vnd werfen vnd der glichen stuck •:

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114r

10 K.
Den enthrüsthauw mach allso halt dein meser ode wehr langk vor dür, aus mit der spitz mit dem heft nochet auf der erden neben deim fügeseczen furgesetzenn fus Sticht einer oder hauwt So wend die lange Schnüd übersich starck in sein Klingen vesetz also wechsel indes durch mit der spucz vnd stich zur andern seüten Oder wan du also vesecz hast so zuck behend vmb den kopf vnd hauw im zum fus
[Marginalie: Marginal note:] hie mag man mit der linck[en] hand an d[ie] klingẽ greüffẽ

Enthrüsthauw nimbt,              was von thach herkümt
Enthrüst dz ort brücht           dz auf dein brust wirt gericht

11 L.
Itẽ ligstu im entristh. vndeiner [sic] schlegt oder sticht mit grim auff dich So gehe auf mit sterck in sein kling nochent bey der hand ergreüf in indes mit deiner linken verkertenn hand, sein rechte ruck die zu dür far indes behend mit deim heft oben über sein arm, stos in indes behend auf dz gelenck auswendüg dem elenbogen nochent beim knöflin schwing dich von im hauw im zum hals zuck er aber den tholchen so las die hand [Wort oberhalb der Zeile eingefügt. Word inserted above the line.] von seiner rechten spring wol auf sein RS. Stüch im zur hüff verkert, besüche dz 8h. stuck
[Marginalie: Marginal note:] ein versetzen von vnd~
arm brech.

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114v

F

12 m.
It~ lauft dür einermit [sic] eim oberhauw oder stüch zu So vesecz mütt dem entristhauw behend vnder seine wehr Spring im mit dim rechten hinder sein rechten erwisch indes sein linck Rercht [sic] hand mit deiner .L. fferkerten hand reib sei im übersich über sein rechte ahsel vnd indem allem far im mit knopf ins angesicht wirf in also grüft er aber indes an sein tholchen so schnid in mit der langen schnüden zur hand stos von dir so mus er aber fallen .
[Marginalie: Marginal note:] werfen

13 n.
Itẽ hastu eim vesecz mitt dem entrüsthauw wie vor so begreüff sein hand wie vor reib sey umb vnd ruck sey zu dür nimb im das gwicht, stos also im schwangk von vnden auf starck an sin glenck beim knöpfflin, des eleboges Ruck in starck zu diner rechten So brichstu im den arm
[Marginalie: Marginal note:] armbruch

14.o.
Itẽ ligstu im entrüsth. vnd einer hauwt dür ein oberhauw oder stücht von oben so wend die hand vnd versecz mit grader langer schnid das dein spiz gegen seiner lincken hang, wind also vnden durch
[Marginalie: Marginal note:] versetz über die hand

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115r

Rapier

oben über sein rechten arm bey der hand ruck sy Also an dein brust wend din lincke seiten an sein recht vnd fal mit dim l: arm auf sein recht so mus er brechen :•

Zwinger hauw
Zwinger sind zwen einen denn man im kurczen degen be braucht vnd ein im Rapier •:

Dieweil aber beide zwinger die wehr hieher diemen So wül ich Sy albeid melden Sovül not würd sein hieher der zwinger im Rapier ist also Stand mit deim rechtẽ fus vor, dein wer zu lincken seitten die halb schnid gegen dür Der ander in der kurzen wehr ist also stand mit dem lincken fus vor halt dein wehr vor dür deü lang schnid gegen dem man die spicz auf die erden vor deim lincken fus, Sind albeid in beiden wehren nüczlich zu bruchen
[Marginalie: Marginal note:] Zwinger
der ander zwinger

Zwing zum rechten, stich linck wiltu fechten
von der rechten durch thring, den mitelhaw wüderbring
Zwinger bricht           was büffel sticht oder schlegt
oder, schlegt oder sticht

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115v

15 .p.
Stöst du im zwinger und einer stücht oder schlegt dür zu So hauw es von dür wegk mit der langen schnid von diner lincken hinder diner rechten durch vnd vmb den kopf Den andern zum rechten fus sprü~g nit mit dem lincken wol vmb sein rechten :•
[Marginalie: Marginal note:] fushaw

16 .q.
So du im zwinger ligst vnd er sticht dür zu, So secz im denn stich ab mit der langen schnide von der brust thrit indes mit deim linck wol vmb dein oder zu siner rechtẽ wind indes mit diner oben uber sein klingen von vnden auf mit der spicz zum gmecht
[Marginalie: Marginal note:] gemech stich

17 .R.
Zwinger. hauwt dür einer zu oder sticht so hauw mit eim thrit mit deim lincken zu seiner rechten, von oben nider auf sein klingẽ vnd halt dich als dan des weckers vnd schüb gleüch din ort auff seiner klingen ime in sein gesicht das mus er weren vnd übersich schniden, domit raumbt er dir zur vndern blös vnd gewint ein follen schlag zu seinen fiesen magst auch wol zu eim mitelhauw kemen durch den bauch •:

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116r

geferhauw
geferhauw mitt seiner art       des anczlis vnd brust wart
gefferhauw, durch wechsel indes schauw
[Marginalie: Marginal note:] wecker

18 .S.
Itẽ stand mit dem rechten fus vor halt dein wer in der lincken seitten zu einem mitehauw fast dem zwinger glüch thrüt mit deim lincken vmb sein Rechten, wirf im düe halb schnid mit dem ort indes ins gesicht über sein rechten arm, indes wend umb scheüb vür dich das ort weiter in sein gesicht, zuck vmb den kopf mit eim hauw oder stich vnden zur nesten blös •:
[Marginalie: Marginal note:] ein werffẽ

.9 .T.
Itẽ würf im denn ort zum gesicht wie vor gemelt wend indes die kling vmb vnd las die spicz wider über sein R arm vnden wider wehselen und Stich lang vnder seiner wer zum bauch,
[Marginalie: Marginal note:] bauchstich
Itẽ. wirf im die klingen wider zum gesicht wie vor mit halber schnid gar durch über sein rechten arm las verhangen zeich indes behend vmb den kopf hauw im zur rechten hüff, oder fus, thrüt mit dem lincken wol vmb sein .R. So geht dz stuck wol an •:
[Marginalie: Marginal note:] hüffstich

Der gefer hauw von der rechten mach also im
[Marginalie: Marginal note:] geferh.

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116v

20 .v.
zu gang spring mit deim rechten zu seiner lincken würf im oder schlag im die halb schneid noch seiner linck zu dem angesicht durch heb indes behend dün gefes übersich zuck vmb den kopf hauw im wüder zur lincken Seiten durch den ander zur Rechten durch kreicz vnd thritt mitt dem lincken fus wol zu seiner rechtẽ •:

Wincker
Denn wincker soltu strecken
die meister domit wecken
zwyfach lere wincken
zur rechten vnd zur lincken
winck linck im threffen
hauw recht lang wilt in äeffen
wultu die meister blewen
Des winckes solt düch fröwen
was kumpt krumb oder schlecht
Das ist dem wincker ales gerecht
wincken ist nicht anders dan auf ein drauwen ruf [?] der andernn stechen oder auch mit hauwen

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117r

21 .x.
Itẽ im zugang thrüt vnd drauw im den Stüch mit ernst zur lincken achsel, zuck behend andüch vnd stich im zur rechten vndern blös das göhet zu beüden seüten:•
[Marginalie: Marginal note:] ein verfieren

22 .y.
Itẽ thrit vnd drauw im den stich oben zum gesicht, indes verwend vnd hauw behend im zum lincken fus. Hieher gehert auch der spruch
Zuck die threfen,                    denn meistern wilt sy efen
wil er auf dich binden,            zuck schnel So wirst in finden
[Marginalie: Marginal note:] fus h.

23 .z.
Itẽ geschicht dür ein streich von thach oder sunst vnd du begnest im vnd er wil dür binden so zuck behend vnd wechsel durch zur andern seiten
[Marginalie: Marginal note:] durch wechel
zucken

Oberhauw
Der obr ist der scheidler magst auch das thrüben doraus magstu machen magst auch vül stick domit beschliesen oder enden
[Marginalie: Marginal note:] oberh.

Itẽ hauw ein oberhauw auf los aber nit threfen sunder zuck vnd stich im von vnden zum gmecht heb das hef wider übersich vnd thritt vnd hauw im zur Rechten •:

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117v

oberstich
Spring vnd stich im oben ein zum gsicht ein ober stich lang hinein indes wend mit dem hefft vmb gegen seiner rechten thritt vnd hauw im zum fus
[Marginalie: Marginal note:] fus h.

Itẽ Stich wie vor zu seim gsicht zuck wider an dich vnd hauw ein mitelhauw durch, als dan Secz im sein hergebrochten streich ab mit der langen schniden von deiner lincken Seüten vnd thrit vnd stich im zur nesten blös
[Marginalie: Marginal note:] Zucken
absetzen

vnderhauw
[Marginalie: Marginal note:] vnderh.

Itẽ hauw ein vnder hauw von deiner lincken seiten starck nach seiner rechten indes thrit mit dim lincken zu seiner rechten wind din heff vndersich stich im zum bauch vnd auf.
[Marginalie: Marginal note:] bauch stich

Itẽ thu ein vnderhauw von diner Rechtenn indes thritt wind den stich vnden en zu seinẽ bauch thrit wol mit diner rechten vmb sein linck heb indes din gefes übersich hauw im zum [Wort über der Zeile eingefügt. Word inserted above the line.] arm versecz ers zuck durch stich im zur andern blos

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118r

ITem hauw zwen vnderhauw ineinander mit Sampt den thrüten Stüch zur nesten blös ITem [Unleserliche Streichung. Illegible deletion.] thu zwen vnderhauw wie vor vnd stich im von vnden auf zum gmecht das göht von beiden seiten
[Marginalie: Marginal note:] vnder hau zwifach
gemecht stich

wan dür ein ein [Unleserliche gestrichen Einfügung oberhalb der Zeile. Crossed out illegible insertion above the line.] einer vnderhaw [Über der Zeile nachgetragen. Inserted above the line.] so Fal im dorauf mit langer schnid als bald er auf geht reis im mit eim Stich noch
[Marginalie: Marginal note:] noch Reisen

Itẽ magst düch auch des weckers halten, schüb im die spicz zum gesicht
[Marginalie: Marginal note:] weckẽ

Sturzhauw

ITẽ So du im sturczhauw zu eim gehst So Stich über die hand ins gesicht vnd hauw im zum rechtẽ bein das gehet von beiden seitẽ
[Marginalie: Marginal note:] uber hengẽ

Itẽ gang im sturtz zu im vnd stich im lang zum gshicht [Die Schlaufe des »h« trägt ein Diärese. The loop of the “h” carries a diaeresis.] Zuck den stich wider zu dür, vnd hauw alsbalt ein mitelhauw durch sin bauch, vnd winck indes mit halber schneid zu seiner linckẽ, vnd hauw lang zur rechten •: in. z. beiden S.
[Marginalie: Marginal note:] zuckẽ
mitelh

wan dür einer also oben in stich vnd wil dir ein mittelhauw thun Durch So vesetz im den Stich mit dem entrüsthauw übersich, den mitehauw

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118v

Sper im das er nicht durch kann kumen mit der langen schnid magst also das vor über kumen zu hauwen oder zu stechen denen einen nachste [Wort über der Zeile nachgetragen. Word inserted above the line.] forthel
[Marginalie: Marginal note:] speren mit dem fus haw

Mütelhauw
Müttelhauw geheren auf die Fechter die hoch auff farer mit den armen So sol man im mit dem mitelhauw zum leib durchauwen •:
[Marginalie: Marginal note:] miteh.

Itẽ stich im strack noch dem gesicht also das er mus übersich versetze hauw im als dan ein mitelhauw. dergleich mitelhauw gen fast in alen sticken darumb onnot sonder stuck daraus zu machen.

Wechselhauw
Den wechsel mach also stand mitt dem rechten fus for, dein wehr neben dür zur linck seüten mitt der spüsz auff der erden für dür die halb Schnid oben Schlegt oder Stich dür einer zu, nim weck mit der halben schneid vnd hauw im zum Fus
[Marginalie: Marginal note:] wechsel

Item sticht dür einer zu oder schlegt so versetz mitt der langen Schneid, vnd wünd im mit oben der klingen oben über sein klingen, de spitz in das gesücht
[Marginalie: Marginal note:] absetzen

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119r

It~ versetz wie vor mitt der langen Schniden vnd hauw zwenn vnderhauw starck ineinander Stich vnd hauw im von thach oder wan du die undeRhauw [Korrigiert aus »mitelhauw«. Corrected from “mitelhauw”.] gethon hast So hauw als balt ein mitelhauw vnd oberhauw durch Creiz ineinander
[Marginalie: Marginal note:] Döpel vnder h.

Itẽ nim wegk im wechsel sin stich las also vmb den kopf faren vnd drauw mit dem stich zu siner rechtẽ zu stechen, thus nitt sonder schlag im zur linckem Wan dür einer im wechsel ligt So hauw von diner rechten achsel gegenn seiner blös vnd wehr vff [»vff« oberhalb der Zeile nachgetragen und durchgestrichen. “vff” inserted and crossed out above the line.] über zwerch vff sein wehr So mag er nit auf kumen zu volkumener versatzung sonder mus Sich blösen vnden vnd oben vnd raumbt dür frey zu stehen vnd hauwen, hab nur acht auf Das noch reisen,
[Marginalie: Marginal note:] nochreißen

Ein ander ligt dür einer im wechsel So stich von deiner rechten seütten von vnden auf zu seinẽ leib so mus er weren zu seim schaden dan er Raumt dür zur vndern lincken blös zu stechen oder zu hauwen •:

Fus hauw
Fus, hauw ist ein fürnemer haw im Rapier den man fast in allen stucken braucht diewill er so oft widerholt würt wil ich kurcz sin eügenschafft anzeigen

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119v

Leg dich in die basteyen oder entristhauw hauwt einer oder sticht So vesetz übersich mitt langer schnid vnd hauw den andern zum fus in sumã wültu zum fus hauwen so lug wie du in mitt, stich oder streich mitt seiner wehr vnd versatzung in die höhe thrübst domitt du dür ramust zun fiesen zu hauwen,
[Marginalie: Marginal note:] fus hauw

Den fus hauw brich mit gleichem hauw zu fus indes glitz so wenden ort zum leib oder blös hab des schnidts [Leicht unleserlich. Slightly illegible.] acht im noch reisen.

Hab acht auff die hertenn Schneid noch in allen gferdten.

im Schnidt lere Absetzen       Hauw Stich künstlich letzenn

eingut [sic] werffen
Sticht dür einer vnden zur rechten So spring woll zum [Überschriebens »vom«. Overwritten “vom”.] auff sein linck Recht seitten vnd fall mitt dein wehr auf auff sein wehr bey der sterck vnd erwüsch mitt dein linckẽ hand Sein rechten arm hart hinder seiner hand obẽ auff. Reib im die hand vmb über sich zu sim rechten or vnd greif mit dem knopff und hand an den ellenbogen Stos also von dür, mit dem linck fus hinder sein R. F.

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120r

Das erst vnd vürnemst lager im Rapier it das lang ohrt das mach also stand mitt dem rechten fus vor das gewehr lang vor dür die spütz gegen dem man dy Lang Schnid vnden die halb schnid oben die spütz alweg hocher dan das geffes
[Marginalie: Marginal note:] leger im Rapier

wardt allso in dem leger auff stich oder schlag, Stichtt eine ober der versatzung so setz ab ist er weich thring im die wehr mitt dem schneid ab vnd such indes behendt mitt dem ohrt die blöß
Itẽ sticht dür einer vnder der versatzung so schneid es gethal [?] heng im den ort zum gesicht wert er den ohrt so zuk vnd stich vnd hauw im zur hand oder arm

Das ander leger bastey
Stand mit dem linck fus vor halt dein wer langk vor dür mit dem ohrt auff die erden, das die halb Schneid oben stand hauwt oder sticht einer dür zu so schneid ab von beiden seiten, It~ thrüt stich lang wültu streüten

Ochs das 3 leger
stand mit der lincken seiten gegen dem man auffrecht die fües nochent bey einander halt din wehr zur Rechten die halb schnid auff dem lincken arm, die spitz gegen dem man :

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120v

Ein lehr wie man vornemlich aus dem ochsen fecht~ sol
Lere abwenden, übe die hand stich hauw langk wiltu enden

Eber das - 4 leger
Stand mit dem lincken fus vor dein hefft neben dem rechten kney die spitz gegen dem man Itẽ ein guthe ler aus dem eber zu fechten
Auff das .vor. vnd .noch, hab acht
zum durch schiesen, sey bedacht
Durchschiesen, wechseln, lere
Abschniden, zuck damit sere

Ein stuck im langen ort dz erst
Item im sprungs weis stüch im zum gesicht behend vnd stich im zur vnder blös Das stuck mach wan eine mit der wehr vnderhalb dem gürtel ligt. So aber einer oberhalb dem gürtel ligt mit seiner wehr So Stich im vnden vnd zuck behend vnd zur obern blös magst aldan auch zum fus hauwen

ein Stuck aus der Basteyen
Schlegt oder sticht dür einer zu So versetz übersich mit der langen schnid in Sterck, Hauw als bald

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121r

überzwerch von vnden auff noch seinem arm oder leib durch Stich im Als bald mit verwendem Stich zu seiner vndern blös zur rechten lang von dür verwend mitt eim thrit zu seiner rechten zuck vmb den kopf hauw im zu~ rechten bein mit wolgestreckdem arm So mag er düch nicht erreichen, indes thrüt hindersich Mütt den fiesen zu samen hauw im hoch zum kopff:

Ein stuck aus dem ochsen
Wan du im ochsen stöst Scheidlen von vnden auf mitt der halben schnid durch sein leib vnd gesicht mit eim thrüt los als balt auch ein vnderhauw laufen zu seiner rechtẽ vnd las in aber nit anthreffen sonder thrütt mit deim lincken vmb sein rechten verwend indes vnd mach aus dem vnder hauw ein Stich zur .R. hüfft, nimb das .R. bein mit der langen Schneid
[Marginalie: Marginal note:] scheidlen
hüfftstich

ein anders aus dem ochsen
Stüch vnd thrüt mit dem rechten fus vnd mit dem ort lang in das gesicht indes wend gegen deiner lincken mitt deim heft tritt vnd hauw im zum .R. bein das geht von beiden seiten

ein Stuck aus dem eber
Das noch geschrüben stuck üst ein bruch auff den wechsel

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121v

Itẽ thritt vnd stich aus dem eber starck von vnden auf überzwerch zu seinem gesicht das mus er versetzen von vnden auf vnd raumt dür frey zur lincken Seiten oder Fus zu schlagen Das geht auch von beüden Seiten

Wültu Fechtenn zu einer Hand
Die leger brechen mach dür bekand

bruch auff das lang orht l. primg [?]
Itẽ ligt dür einer im langenn ort so gang im wechsel zu im, nim im schnel mit deiner Sterck die Schwech hin wegk mit deiner halben Schnid vnd hauw lang noch zur nesten blös Das geht zu beiden Seiten

Itẽ wül dür einer dein vürgesetze versatzung wek nemen indes er dür an die klingen riet So lass vmb den kopff lauffen hauw im zum rechtẽ fus von welcher Seiten er dür weck nimt So hauw im zur selben seiten :•

brich auff die Bastey
ligt dür einer in der basteyn So stand mit dem lincken fus vor halt dein wehr neben deiner rechten Seiten die spitz vff der erden von dür, thrütt

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122r

vnd streich im mitt der halben Schneid von vnden über eck durch das gesicht los also die zwirch noch der lincken Seiten ablauffen Hauw im noch dem rechten kney

bruch auff den ochsen
Trütt vnd hauw von deiner rechten Seiten von vnden sin wer vom lincken arm weck mitt deiner langenn Schneid den andern Streich thu auch in sein linck Seitten Mer thritt in den zwen Streichen wol vmb sein linck Seiten :~

Bruch auff den eber
Itẽ stich von deiner lincken Seitten im zugang behend über dein hand noch seiner brust, So bald er wil versetzen So zuck vmb den kopff vnd hauw im zum rechten arm in dem streich trit wol auff Sein Rechte Seiten in sprungs weis

Merck düse vorgeschrübne brüch auff die leger must behend machen als bald du in im leger ergreiffst eb er sich zu seim vürgenumen stuck ermant. wo du das vor nit beghelst So magstu zu den brichen nit wol kumen als wan du in im leger ergreüffst

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122v

Düs vor geschrüben Fechten hab üch aus den alten zedlen gezogen vnd zusamen gethragen auff die werhen zu einer hand Nun aber wil ich das fechtẽ Im Rapier noh meiner meinung beschreübẽ was süch zu schreibẽ gezümpt

Doch der grossen vnd starcken leüt die sich vermosen vnd vberdocht zum streit vnd doch dey kunst dornebẽ v/achten
Deren vrtheil thu üch gar wenig achtẽ
Dan glaub mir zu aler früst
Der v/messene v/achter mit vnglick schwangẽ er [Wort oberhalb der Zeile nachgetragen. Word inserted above the line.] ist
Dovon ich weiter nit wil sogen
manch schöner Heldt thut die büchsen klagẽ

vs [?]
Fl.

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