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Workshops Hanseschlag 2026

Bild von Alex Kiermayer

Alexander Kiermayer – Langes Messer – Drill to fight

Lecküchners Fechtbuch bietet einen schier unerschöpflichen Katalog an Techniken zum Fechten mit dem langen Messer. Häufig werden diese Techniken nur isoliert trainiert. Dies ist für ein Verständnis der Technik sicher wichtig. Trotzdem gibt es oft Schwierigkeiten, diese Techniken dann in der Bewegung eines freien Gefechts sicher einzusetzen. Zyklisch aufgebaute Übungen sind eine Methode, um diese Lücke zwischen Einzeltechnik und freiem Fechten zu schließen.

In diesem Workshop werden wir verschiedene Drills und zyklische Übungen erarbeiten, in die wir einzelne Techniken mit dem langen Messer (vor allem aus Lecküchners Fechtbuch) integrieren können.

Ausrüstung

Fechtmaske, Handschuhe, Unterarmschützer, Messer-Simulator, zusätzlich super: Halsschutz, Fechtjacke

Über den Trainer

Alex Kiermayer ist ein Gründungsmitglied und Trainer bei OCHS – Historische Kampfkünste. Er leitet die OCHS Trainingsgruppe Pfarrkirchen und ist Ausbilder in der Übungsleiterausbildung Historisches Fechten beim Bayerischen Fechterverband.

Seit seinem 16ten Lebensjahr trainiert und unterrichtet er diverse Kampfkünste aus verschiedenen Kulturkreisen. Seine ernsthafte Auseinandersetzung mit HEMA begann ca. 1999. Der Schwerpunkt seiner Recherchen liegt in den historischen Kampfkünsten aus dem deutschen Sprachraum, aber auch auf der englischen Kampfkunst Bartitsu. Im Moment beschäftigt er sich besonders mit dem Studium berittener Kampfkünste verschiedener Jahrhunderte.

Zusammen mit seinem Freund Hans Heim erstellte er mehrere Lehrvideos zum Langen Schwert und zum Langen Messer. Er ist Autor zweier Bücher über Joachim Meyer und unterrichtete verschiedene Aspekte von HEMA auf Seminaren in vielen Europäischen Ländern.

Vera Martocchia – Sidesword

Seminar über die Bologneser Meister des Schwertkampfes.

Ausrüstung

TBD

Über den Trainer

Vera Martocchia entdeckte vor über einem Jahrzehnt ihre Liebe zu HEMA, Schwertern und Kampfsportarten und unterrichtet seit mehr als 16 Jahren mit großer Leidenschaft. Sie ist professionelle Schwertkampf- und Fitnesstrainerin und hat sich auf Sidesword, Dolch, Sichel, Langschwert und verschiedene andere Waffendisziplinen spezialisiert.

Vera verfügt zudem über fortgeschrittene Lehrqualifikationen in BodyCombat™, BodyBalance™, Pilates und Kinderfitness und bringt so eine einzigartige und dynamische Mischung ihres Fachwissens in den Unterricht ein.

Mark Wilkie – Decoding the Fight

Eine Übung, die darauf ausgelegt ist, durch aufeinander aufbauende Phasen Ihr Gespür für Timing, Distanz und taktisches Verständnis zu schulen. In jeder Phase werden neue Variablen eingeführt, um sowohl den Schülern als auch den Trainern zu helfen, sich an immer komplexere Fechtsituationen anzupassen.

Ausrüstung

TBD

Über den Trainer

Ich bin Mark Wilkie, Ausbilder am IHA in Dundee und begeisterter Praktiker historischer europäischer Kampfkünste mit 16 Jahren Erfahrung. Mein Schwerpunkt liegt auf dem deutschen Langschwert, das ich im RDL-Stil studiere und unterrichte, wobei ich sowohl auf technische Präzision als auch auf die praktische Anwendung Wert lege. Neben meiner Lehrtätigkeit bin ich aktiver Wettkämpfer und nehme regelmäßig an Turnieren teil, um meine Fähigkeiten unter Druck zu testen und mein Verständnis dieser Kunst kontinuierlich zu vertiefen.

Cornelius Berthold Was mache ich, wenn mein Gegner nicht anbindet?

Der Fokus auf Klingenbindungen in MS I.33 und der Mangel derselben in vielen Freigefechten in unserer jungen Szene provozieren diese Frage: Klappt das alles auch, wenn der Gegner nicht mitspielt? Das Band entsteht fast zwangsläufig, wenn beide Fechter versuchen, mit ihren Waffen den zentralen Raum zwischen sich zu besetzen. Glücklicherweise funktioniert dieses Konzept auch ohne Mitwirkung des Gegenübers.

In diesem Kurs wollen wir lernen, wie das umzusetzen ist. Dabei greifen wir auf Konterpositionen der Quelle zurück, zum Beispiel die schutz in gegen Hiebe von oben. Damit werden wir allmählich unabhängig von unserem Gegner und können sogar erste Überlegungen anstellen, wie mit den berüchtigten sogenannten „Katapultfechtern“ aus unserer Szene umzugehen ist.

Das Seminar ist für Anfänger und Fortgeschrittene geeignet.

Ausrüstung

Einhandschwert und Buckler.

Wer in den Übungen leichten Kontakt haben möchte, braucht eine Fechtmaske mit 1600-N-Latz, Halsschutz, Fingerhandschuhe und evtl. einen Brustschutz.

Über den Trainer

Cornelius begann 2004 in Chemnitz mit dem modernen Sportfechten und kam über das Reenactment zum Historischen Fechten. Er hat Erfahrung in Langschwert, Dolch, Ringen und Militärsäbel, konzentriert sich seit einigen Jahren aber auf Schwert & Buckler (nach MS I.33) und italienisches Rapier (nach Salvator Fabris). 2019 gründete er seine eigene Schule in Hamburg, die DIMICATOR Schola. Neben dem regulären Unterricht haben Roland Warzecha und er den DIMICATOR-Online-Kurs für Schwert & Buckler bei Teachable entwickelt. Cornelius ist fest davon überzeugt, dass gutes Fechten sowohl nah an den Quellen ist als auch im Wettkampf bestehen kann.

Silas Pröhl – A Scoundrel’s Guide to Saber Fencing

Praktische Vermittlung von Ideen und Trainingsansätzen zur taktischen Vorbereitung auf Frei- und Turniergefechte mit dem Militärsäbel.

Umsetzung:

  • Anwendungsübungen, Drills und geleitete Freigefechte

Voraussetzung:

  • Grundverständnis des Säbels im Hema-Kontext
  • Schutzausrüstung (Freifechttaugliche Ausrüstung von Kopf bis Beine)

Ausrüstung

Schutzausrüstung (Freifechttaugliche Ausrüstung von Kopf bis Beine)

Säbel (einige wenige Leihsäbel werden vorhanden sein – aber nicht ausreichend für alle)

Über den Trainer

Berufsberater – Studierendenbegleiter – Pirat

Aktiver HEMA-Fechter beim ASV Mannheim – Schwertfisch, seit 2019 mit starkem Turnierfokus (Säbel und Langschwert).

Amelie Eilken – Halbe Stange nach Joachim Meyer

In diesem Workshop beschäftigen wir uns eingehend mit der „Halbe Stange“, wie sie von Joachim Meyer in seiner Abhandlung aus dem Jahr 1570 beschrieben wird. Laut Meyer bildet die „Halbe Stange“ die Grundlage für alle Langwaffen, was sie zu einem hervorragenden Einstieg in diesen Teil seines Fechtensystems macht.

Wir beginnen mit einigen grundlegenden Grundlagen und betrachten die Paraden sowie einige grundlegende Übungen, bevor wir uns der Partnerarbeit aus der Bindung (im Band) zuwenden. Von dort aus erforschen wir Timing und Distanz, einhändige Schläge und eine Entwaffnungstechnik, die direkt aus Meyers System stammt.

Ausrüstung

Über den Trainer

Amelie Eilken begann 2014 bei Hammaborg mit dem historischen Fechten. Ihr Hauptinteresse gilt der Renaissance-Langschwert-Tradition von Joachim Meyer aus dem späten 16. Jahrhundert. Sie ist Gründungsmitglied der Meyer-Klasse und leitet seit 2019 die Trainingsgruppe „Meyer Class Women“ bei Hammaborg.

Sie war 2020 deutsche Langschwert-Meisterin und von 2020 bis 2023 Mitglied der deutschen Langschwert-Nationalmannschaft.

Christoph Lee – Komm, Fléche mit mir – Mechanik, Setup, Training

Es gibt drei Fléches: den „Ich renn da jetzt rein“-Fléche, den „Reichweite regelt“-Fléche und den Fléche, der wirklich einer ist.

Was macht den Fléche aus?

Wofür ist er da (und wofür nicht)?

Wie bauen wir ihn ins Gefecht ein, ohne einfach nur zu stürmen?

Welche Drills bringen ihn sauber und sicher?

Ausrüstung

Bringt Handtuch, Langschwert und euer vollgeschwitztes Gear* vom Vortag mit.

*Empfehlung: volle Montur. Minimum: Maske und Handschuhe.

Über den Trainer

Schwerter haben mich schon immer fasziniert. Seit ich im Wald Stöcke aufheben konnte, habe ich damit gekämpft – erst spielerisch, später ernsthaft. Doch es dauerte fast 20 Jahre, bis aus dem „Rumfuchteln“ echtes Training wurde.

Mein Einstieg ins Langschwert begann klassisch im Mittelalterverein und endete abrupt nach sechs Monaten: Corona. Lockdown. Pause. Aber nicht das Ende.

Mit Gladiatores und Sven Baumgarten als Trainer begann der eigentliche Weg. Grundlagen, Drill, Wiederholung. Parallel dazu freies Sparring mit meinem Trainingspartner Jonas. Viel ausprobiert, viel gelernt, oft improvisiert. Zwei Jahre Aufbauarbeit.

Dann kam der Punkt, an dem Technik zum Werkzeug wurde und Entwicklung zur eigenen Aufgabe. Neue Trainingspartner, neue Dynamik, erste Turniere. Anfangs ernüchternd. Dann ein Wendepunkt: der Wechsel zum Degen.

Plötzlich griff alles ineinander. Moderne Fechttheorie traf auf Lichtenauer, Fiore und Vadi. Das System wurde greifbar. Die erste ernsthafte Turniersaison entwickelte sich nach holprigem Start überraschend erfolgreich: Nach den ersten beiden Turnieren stand ich durchgehend auf dem Treppchen.

Heute sehe ich mich fast mehr als Degenfechter. Aber mein Herz gehört dem Langschwert.

Meine Trainingsphilosophie folgt genau diesem Spannungsfeld: Konzepte im Degen schärfen, im Langschwert weiterdenken.

Weitere werden folgen….